Web 2.0 – Was soll’s
Avira-Umfrage: Interesse an aktuellen Internet-Entwicklungen ist verhalten
Tettnang, 27. Januar 2009 – Von wegen Megatrend: Den Internet-Nutzern ist das viel gerühmte Web 2.0 herzlich egal. Von 13.414 internationalen Teilnehmern einer Umfrage auf der Avira-Webseite www.free-av.de glauben 10.940 Personen nicht, dass sich das Netz entscheidend weiterentwickelt hat. Sie stimmten für die Aussage „Web 2.0, Web 3.0: Für mich ist das nur eine weitere marketing-lastige Worthülse und damit alter Wein in neuen Schläuchen.“
Nicht besonders positiv ist auch die zweithäufig gewählte Aussage: „Keine Ahnung, mir ist nicht klar, was Web 2.0 bedeutet“, erklärten rund neun Prozent (1.185 Personen) der Befragten. Äußerst kritisch zeigten sich auch 464 weitere Teilnehmer – das sind rund 3,5 Prozent. Sie stimmten für „Ich halte die zunehmende zielgruppenspezifische Ansprache der Internetnutzer für problematisch, weil dafür der Anwender mit seinen Nutzgewohnheiten ‚getrackt’, also beobachtet, werden muss.
Vorsichtig gespannt sind nur 447 Nutzer, die sich fragen, ob „die Webanwendungen tatsächlich ‚intelligenter’ werden und in der Lage sind, die Bedürfnislagen des Nutzers situations- und kontextgerecht befriedigen zu können.“
Äußerst klein ist das Lager der Optimisten: Gerade mal drei Prozent der Teilnehmer sehen der neuen Welt des „Semantic Web“ verheißungsvoll entgegen. Sie setzten ihr Häkchen hinter die Aussage: „Ich erwarte viel vom Web 3.0! Vor allem durch die vereinfachte Suche von Informationen durch verknüpfte Inhalte und nützliche Zusatzinformationen, die ich sonst nur mit umständlicher Recherche bekomme.“
„Web 2.0 ist ein Fachthema geblieben, das niemand der breiten Anwendermasse nachvollziehbar vermittelt hat“, sagt Rainer Witzgall, Executive Vice President von Avira. „Jenseits von Blogs, also außerhalb einer kleinen Szene, findet die Diskussion über die Weiterentwicklung des Internet kaum statt. Hier herrscht noch jede Menge Aufklärungsbedarf.“